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25. Berlin Open: Extraausgabe, Extraausgabe!

21.3.2012 | Frank Neitzel. Wenn vom 22. bis 24. Juni der (Disc-Golf-)Volkspark Rehberge wieder einmal seine Tore ├Âffnet und zu dem seltenen Erlebnis einl├Ądt, ein Disc-Golf-Turnier im Herzen der deutschen Hauptstadt spielen zu k├Ânnen, dann markiert dies ein Vierteljahrhundert Berliner und deutscher Disc-Golf-Geschichte.
Die ersten Berlin Open fanden am 27. und 28. Juni 1987 statt und f├╝r viele Teilnehmer von damals geh├Ârten noch finster drein blickende DDR-Grenzer und das ungewohnte Erlebnis eines sperrstundenfreien Samstagabends (wahrscheinlich sah der offizielle Zeitplan den Start der dritten Runde am Sonntag deswegen um 11 Uhr vor) zu den Begleiterscheinungen.

Nach bald 25 Jahren und 25 Turnieren hat sich freilich einiges ge├Ąndert, in Berlin sind die Grenzer und im Rest der Republik ist die Sperrstunde verschwunden. Geblieben ist die Tatsache, dass die Berlin Open immer noch auf einem eigens f├╝r das Turnier eingerichteten Kurs ausgerichtet werden. Umso erstaunlicher und bewundernswerter ist es also, dass die Turnierorganisatoren so lange durchgehalten haben.

Um das Jubil├Ąum auch angemessen feiern zu k├Ânnen, wurde in die 25. Berlin Open nun einige Extras eingebaut: Das Teilnehmerfeld wurde auf 120 Pl├Ątze aufgestockt, die am Samstag in zwei Pools und am Sonntag im Golfstart auf den 19-Bahnen-Kurs gehen werden. Das Poolformat wird f├╝r k├╝rzere Rundenzeiten und eine ausgedehnte Mittagspause sorgen. Diese kann dann wahlweise f├╝r ein entspanntes Mittagessen im Restaurant Pfefferkorn, f├╝r den Plausch mit (bitte nur Pool-) Kollegen, die Begutachtung der Leistungen der Konkurrenz oder f├╝r einen Kurztripp zu Reichstag oder Alexanderplatz genutzt werden.

Um noch einmal m├Âglichst viele Pioniere der ersten Stunde und Spielerinnen und Spieler, die die Geschichte der Berlin Open gepr├Ągt haben, in den Berliner Rehbergen zu versammeln, wurden das Anmeldeverfahren nach dem Schema der Eurotour-Turniere etwas modifiziert und f├╝r diese Gruppe eine barrierefreie Anmeldung eingerichtet. W├Ąhrend f├╝r die ersten beiden Phasen ein PDGA- bzw. D-Rating (f├╝r deutsche Spieler) vonn├Âten ist, ist die Anmeldung ab der dritten Phase f├╝r alle frei (d.h. Keine PDGA- oder DFV-Mitgliedschaft erforderlich).

Nachdem sich in den vergangenen Jahren niemand gefunden hat, der den Berliner Ace Pool knacken konnte, wird es in diesem Jahr mit ziemlicher Sicherheit mehrere Asse geben: auf einer 40m kurzen Zusatzbahn, die f├╝r Runde 2 und 3 jeweils nochmals verk├╝rzt wird, wird es selbst den Veteranen von anno 87 leicht gemacht, zum ersten Turnier-Ass zu kommen. Doch Vorsicht: wer in Runde 1 und 2 nicht mindestens eine zwei spielt, muss in der folgenden Runde pausieren.

Ger├╝chte, dass allerdings ausgerechnet an diesem Ziel einer der Original-Einkettenk├Ârbe des Jahres 1987 stehen sollte, der schon damals wegen seiner Fangeigenschaften gef├╝rchtet war, k├Ânnen noch nicht dementiert werden.

Ganz im Zeichen des Jubil├Ąums steht auch das Startgeld von 25 DM, das nat├╝rlich keine Aussage zur Werthaltigkeit des Euro, sondern lediglich eine Reminiszenz an die ersten Berlin Open darstellen soll. Teilnehmern, die nicht mehr ├╝ber gen├╝gend DM-Reserven verf├╝gen, um sich einen Start leisten zu k├Ânnen, bieten die Organisatoren ersatzweise die Zahlung von 13 Euro an.

Die Anmeldung f├╝r die Berlin Open ist seit dieser Woche auf der Turnierseite m├Âglich
https://discgolf-berlin.de/berlinopen/2012/index-de.html