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Hitzeschlacht in Meinerzhagen

12.7.2010 – Ein Bericht der Turnierdirektorin Ruth Kattwinkel. Da wir etwa eine halbe Stunde bis Meinerzhagen brauchen, ist unser geplanter Start 8 Uhr. Um 10 vor 8 ruft unser Freund Uwe an: Sein Sohn (9 J.) habe gerade beschlossen mit zu wollen und fragt, ob wir einverstanden sind. Klar darf Jesaja mit. Angesichts der Kisten und T├╝ten, die auch noch mit m├╝ssen, fahren Klaus und Matthias schon mal los, bauen Abw├╝rfe auf und markieren OBs. Uwe, Jesaja und ich folgen mit einer halben Stunde Versp├Ątung.

Da die Liste f├╝r die Anmeldung schon vorbereitet ist, kann ich trotzdem p├╝nktlich um 9 Uhr starten. W├Ąhrenddessen erledigen Klaus und Frank Schube die letzten Arbeiten am Kurs, Uwe und Co bauen den Pavillon und das technische Equipment auf. Die Idee, eine kleine Flasche Sonnenmilch an jeden Spieler zu geben, kommt angesichts des Wetters gut an. Inzwischen ist es schon deutlich ├╝ber 20┬░C im Schatten, Tendenz steigend.

Trotz der Hitze treten 43 M├Ąnner und eine Frau an, die GT-Punkte in Meinerzhagen zu erringen. Die Technik h├Ąlt, nach einem kurzen Totalausfall am Anfang, der Hitze stand, und so kann ich die Spieler nach der Begr├╝├čung p├╝nktlich auf die Runde schicken.

Am Kurs musste gegen├╝ber dem letzten Jahr eine Bahn ge├Ąndert werden, da in der Jugendherberge weitere Sportgruppen sind und der Sportplatz, sowie der Beachvolleyballplatz nicht abgesperrt werden k├Ânnen. Die neue Bahn ist eine Linkskurve durch B├Ąume mit einem OB auf der rechten Seite.

Zu meiner gro├čen ├ťberraschung kommen die ersten Spieler schon um 11.30 Uhr zur├╝ck. In der Hitze will wohl niemand l├Ąnger in der Sonne sein als unbedingt n├Âtig. Die R├╝ckmeldung der Spieler: „Boow, ist das warm“ und „Klasse Kurs“.

Ab 12.00 Uhr gibt es Mittagessen. Die Nudeln mit Paprika-, Tomaten- Hackfleischso├če oder wahlweise einer Gem├╝seso├če (frisch zubereitet, keine Fertigprodukte) schmecken allen gut. Dazu gibt es auch noch ein Salatbuffet und zum Nachtisch gek├╝hlte Scheiben Wassermelone.

Weiterhin sehr gut im Zeitplan geht es mit der zweiten Runde weiter. Die Ergebnisse liegen eng beieinander, so bleibt es spannend, ob die L├╝nener Jugend noch an den alten Engelkirchener Hasen vorbeiziehen kann.

Da wir bemerkt haben, dass wir in diesem Jahr mit dem Auswerten der Ergebnisse deutlich schneller sind und auch die Runden z├╝gig gespielt werden, k├Ânnen wir die dritte Runde auf allgemeinen Wunsch schon um 15.15 Uhr starten. Dass wir beim Auswerten schneller sind liegt wohl daran, dass ich Scorecards pro Bahn geschrieben habe und nicht pro Spieler. Au├čerdem hat Uwe jetzt auch schon ein Jahr Erfahrung und wei├č, was f├╝r die Eingabe der n├Ąchsten Ergebnisse im Computer vorzubereiten ist.

├ťber das Geschehen auf dem Kurs kann ich nur wenig berichten, da w├Ąhrend der Runden immer noch einiges an Organisation zu erledigen ist, z.B. Getr├Ąnke beim Herbergsleiter nachordern, Notizen machen was fehlt etc. Bei dem Wetter ist der zur Verf├╝gung gestellte K├╝hlschrank eine super Sache und muss h├Ąufig nachgef├╝llt werden.

Beim Verkauf der Getr├Ąnke und des Kuchens erweist sich Jesaja (9) als Verkaufstalent und rechnet die Betr├Ąge schneller zusammen als so mancher Disc Golfer. In den Pausen ist die Stimmung gut. Alle suchen sich einen Platz im Schatten, obwohl es nicht wirklich k├╝hl ist, inzwischen ist es auch dort ├╝ber 30┬░ C.

Klaus und Frank haben vor der dritten Runde einen kleinen Vorsprung vor Heiko und Oliver. Sven und Kevin sind ihnen auch noch dicht auf den Fersen. Die beiden L├╝nener Juniors liegen gleich auf und k├Ąmpfen um den Sieg, den Sven mit einer super Runde davontr├Ągt. Er spielt mit 28 die beste Runde des Turniers und ist in der Gesamtwertung Dritter bzw. Zweiter, da Klaus und Frank wurfgleich Erste werden.

Dass Frank bei dem einzigen Turnier im Jahr, an dem er teilnimmt, Master spielt, freut Klaus, denn so hat er alleine die Open gewonnen und braucht kein Stechen. Lemmy ÔÇ×├ĄrgertÔÇť es, den so ist er ÔÇ×nurÔÇť Zweiter bei den Masters. Wenn ich das richtig recherchiert habe, ist er f├╝r das Turnier ├╝ber 500 km gefahren. Danke, dass du das f├╝r unser Turnier auf dich genommen hast.

Nur wenige Kilometer weniger ist Ewald gefahren, der die Grandmaster-Division gewonnen hat und am n├Ąchsten Tag noch an der Wental Challenge teilnehmen will.

Wie ├╝blich, bedanke ich mich am Ende des Turniers …
… bei Klaus, der mir diesen interessanten Sport gezeigt hat und ohne den ich sicher kein Disc Golf-Turnier organisieren w├╝rde
… bei dem Herbergsleiter Herrn Rudolfi und dem hervorragenden K├╝chenteam
…bei Uwe, der kein Disc Golfer ist und uns einen ganzen Tag seiner Freizeit schenkt
… bei Jesaja, der den Verkauf super gemacht hat
… bei Ricky und Nine, die den Spielern an Bahn 7 l├Ąstige Sucherei erspart haben
… bei Hartl, der uns drei K├Ârbe zur Verf├╝gung stellt und den Spielern die M├Âglichkeit gibt, sich mit neuem Scheibenmaterial zu versorgen
… bei Matthias, der mit der Sense Farn und Brenneseln gem├Ąht hat
… bei dem Bauern vor Ort, der noch kurzfristig vor dem Turnier die gro├če Wiese gem├Ąht hat
… bei Frank, der beim Auf- und Abbau des Kurses geholfen hat
… und nat├╝rlich bei allen Spielern, die trotz der Hitze am Turnier teilgenommen haben.

Bei der Siegerehrung gab es noch Sonderurkunden f├╝r die drei besten Rookies (Neuling). Diese Idee hatte Tobias Claus und ich habe sie gerne aufgegriffen. Der beste Neuling bekam noch einen beschrifteten Putter als Erinnerung und zum ├ťben – um dem Sport m├Âglich lange treu zu bleiben.

Zum Gl├╝ck gab es keinen Kollaps oder andere Hitze bedingte Ausf├Ąlle. Beim Verabschieden habe ich nur positive Resonanz erhalten.

W├Ąhrend des gesamten Turniers ist ein Reporter vom Radio Deutschlandfunk da gewesen. Er hat versprochen, mir eine Mail zu schicken, wenn es einen Sendetermin gibt. Sobald ich den habe, schreib ich noch mal.

Das Turnier ist super gelaufen und die Organisation hat mir viel Spa├č gemacht.

Als bei der Abrechnung von Essen und Getr├Ąnken mit Herrn Rudolfi deutlich wird, dass kaum Geld in der Kasse bleibt, fasse ich den Entschluss, eine Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben zu machen. Diese Aufstellung f├╝ge ich hier an.

kosten.pdf

Wie ihr seht, bleibt wirklich nicht viel ├╝brig.

Mit dieser Aufstellung m├Âchte ich Reaktionen provozieren.
– Ist es angemessen, Spottern f├╝r einen ganzen Tag je 15,- ÔéČ und freies Essen und Getr├Ąnke zu geben?
– Ist es in Ordnung, dass Helfer umsonst essen und trinken?
– Ist es richtig, das Spieler kein Startgeld zahlen, weil sie Urkunden erstellen oder in anderer Weise zum Gelingen des Turniers beitragen?
– Muss ein Rookie einen Preis bekommen?
– Wie hoch darf das Startgeld bei einem C-Turnier sein, bei dem man als Playerspackage eine Miniflasche Sonnenmilch oder auch gar nichts erh├Ąlt?

Wenn ich jetzt noch unsere Kosten f├╝r die Fahrten, die zur Vorbereitung n├Âtig sind und Papier, Kleinkram und anteilig Kosten f├╝r Druckerpatronen hinzurechne, dann ist die Kasse mehr als leer.

Bitte nehmt euch doch mal einen Moment Zeit und antwortet mir: klaus_und_ruth@web.de

Einige Fotos k├Ânnt ihr euch unter:
https://www.flickr.com/photos/discgolf-nrw/sets/72157624350497289/ ansehen, danach hatte die Kamera keine Lust mehr, war ihr wohl zu hei├č.

F├╝r uns eine sehr wichtige Meldung f├╝r die Disc Golf-Gemeinde eher eine Notiz am Rande: Seit dem 29.06.2010 sind Klaus und ich Gro├čeltern von Jonas. Die Spieler in Meinerzhagen haben ein Foto gesehen und meinten, die Wurfhand sei schon eindeutig.