Auflagen für die Deutschen Disc Golf-Meisterschaften

03.01.17 | Wolfgang Kraus

(Stand: Nov. 2016)

VORBEMERKUNG

Die Deutschen Disc Golf Meisterschaften (DM) sind ein alljährlich ausgetragenes Verbandsturnier, das aufgrund seiner sportlichen Wertigkeit und der Art seiner Austragung den Saisonhöhepunkt auf nationaler Ebene darstellt. Die DM ist unabhängig von weiteren Auflagen durch eine nationale Turnierserie. Abweichungen vom üblichen GermanTour-Format sind deshalb möglich, müssen jedoch im Vorfeld mit dem Vorstand der DFV Disc Golf Abteilung abgestimmt und durch diesen genehmigt werden.

Die DM wird ohne Beteiligung externer Teilnehmer (verbandsintern) ausgetragen. In jedem Fall besteht für Spieler deutscher Vereine und den Turnierdirektor die Pflicht zur Verbandsmitgliedschaft.

Die Vergabe der DM an einen Ausrichter erfolgt durch den Vorstand der DFV Disc Golf Abteilung, im Folgenden Verband genannt.

TURNIERVORBEREITUNG

1.1 Einrichtung der ganzjährig erreichbaren Turnierhomepage „www.dm.discgolf.de“ einschließlich Online- Anmeldung mindestens drei Monate vor dem Turnier. Auf der Webseite sind alle erforderlichen Informationen bereitzustellen. Insbesondere ein Stadtplan/Übersichtsplan mit Markierung des Veranstaltungsortes und der für die Teilnehmer/innen wichtigsten Hotels und sonstige Einrichtungen. (z.B. Restaurants, Supermarkt etc.)
1.2 Der Veranstaltungsort soll mit öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln gut erreichbar sein und aufgrund seiner Beschaffenheit der Veranstaltung einen würdigen Rahmen geben. Mindestens zweitägige Veranstaltungen mit Anreisemöglichkeit am Vortag. Längere Veranstaltungen sind nach Absprache möglich

1.3 Die Divisionen, in denen die DM ausgetragen werden kann, sind: Pro (alle Altersklassen, Altersregelung nach PDGA); solange nicht anders festgelegt sind für das Zustandekommen einer Division mindestens vier Spieler/innen erforderlich, über Ausnahmen entscheidet der Ausrichter in Abstimmung mit dem Verband. Kommt eine Division aus Spielermangel nicht zustande sollen die Spieler darüber sobald als möglich informiert werden und sich in einer anderen Division ihrer Wahl einschreiben. (Es gilt weiterhin 2.4.)

1.4 Standard ist der Simultan-Start aller Spieler auf einem Kurs. Alternativen wie Golf-Start, mehrere Pools oder mehrere Kurse sind möglich, müssen aber vom Abteilungsvorstand genehmigt werden.

1.5 Maximal 4er-Flights.

1.6 Der Kurs soll einen anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad erreichen.

1.7 Das Turnier wird als PDGA-Turnier (B- oder C-Tier) angemeldet bzw. durchgeführt. Meldung vor und nach dem Turnier an die PDGA. Hinweis: Der Int. Coordinator der Disc Golf-Abteilung im DFV unterstützt gerne in Detailfragen (int.coordinator@discgolf.de).

1.8 Der Ausrichter benennt eine Person, die vor, während und nach der Veranstaltung als Ansprechpartner für Presse und Medien zur Verfügung steht.

1.9 Der Turnierverantwortliche/Turnierdirektor darf nicht als Spieler am Turnier teilnehmen, damit er jederzeit für Probleme während der Runden ansprechbar ist. Er muss zum Zeitpunkt des Turniers ein gültiger

„PDGA Certified Official“ sein. Falls das Open-Finale nicht durch ihn begleitet wird, muss ein anderer vor- her benannter und angekündigter Official das Finale begleiten.

1.10 Das Disc Golf Promotion-Material des DFV und des jeweiligen Hauptsponsors der DFV muss aufgestellt werden.

1.11 Weitere Regelungen werden in einem Ausrichtervertrag zwischen Ausrichter und Verband vereinbart.

ANMELDUNG

2.1 Die Anmeldung startet auf der DM-Webseite 4 Monate vor Turnierbeginn.

2.2 Es sind mindestens 72 Startplätze zur Verfügung zu stellen.

2.3 Anmeldungen vor Ort sind nicht möglich

2.4 Die Vergabe der divisionsgebundenen Startplätze erfolgt ausschließlich nach einer Qualifikationsliste, die vom Abteilungsvorstand zur Verfügung gestellt wird. Die Rangfolge in dieser Liste richtet sich nach dem D-Rating (Jahresendrating des Vorjahres). Die auszutragenden Divisionen mit zugehörigen Startplätzen werden vom Verband vorgegeben.

2.5 Startplätze, die 3 Wochen vor Turnierbeginn noch nicht vergeben sind, können vom Ausrichter frei an Spieler der Warteliste vergeben werden.

2.6 Der Anmelde- und Vergabemodus, sowie der Modus zur Verteilung und die Höhe der Preisgelder müssen auf der DM-Webseite gut sichtbar veröffentlicht werden.

2.7 Das Bezahlen der Startplätze als Teil der Anmeldung (Vorabüberweisung) ist Pflicht. Der Anmelde- und Zahlstatus, sowie die Warteliste sind auf der DM-Webseite zu veröffentlichen und in kurzen Abständen zu aktualisieren.

2.8 Die Absage-Frist zur Rückerstattung der Startgebühren ist vier Wochen vor dem Turnier.

TURNIERDURCHFÜHRUNG

3.1 Moderates Startgeld (als Maßstab gelten die GermanTour-Major Turniere mit ähnlichem Angebot)

3.2 Ausschließlich Vollmetall-Disc-Golf-Körbe mit doppeltem Kettenring.

3.3 Parcourspflege, alle Fairways müssen problemlos spielbar sein.

3.4 Ebene und haltbare und sichere Abwürfe für den Turnierbetrieb. Hinweis: z.B. durch Auslegen von Kunstrasenteppich

3.5 Bahninformationen mit Entfernungen, Mandatories und OB-Zonen an den Abwürfen oder im Scorebook.

3.6 Obs, Mandatories etc. müssen auf dem Kurs klar und eindeutig gekennzeichnet sein.

3.7 Players Meeting je nach Notwendigkeit zweisprachig.

3.8 Ausreichende Unterstellfläche für Spieler während der Spielpausen.

3.9 Info Board zum Aushang von Informationen ab 12 Uhr des Vortags vor Ort mit mindestens folgenden Informationen: Turnierformat, Kurs/Bahnen mit OBs/Mandatories, Zeitplan, Halbfinale, Finale, Ablauf Stechen, Telefonnummern der Verantwortlichen, Cuts, Verteilung Preisgeld.

3.10 Farbig gedruckte und aussagekräftige Kurspläne für jeden Spieler bereits am Vortag verfügbar.

3.11 Kurspläne für Vorrunde, Halbfinale und Finale auf großer Tafel und in verkleinerter Form in Scorebooks oder für jeden Spieler zum Mitnehmen

 

3.12 Genaue Längenangaben für jede Bahn auf den Kursplänen, in den Scorekarten oder auf den Tee- Schildern: Als Länge gilt immer die direkte Linie vom Tee zum Korb (bei Dog-Leg-Bahnen gegebenenfalls von Tee zum Dog-Leg und von dort zum Korb)

3.13 Absperrungen für Zuschauer und Besucher (soweit erforderlich)

3.14 Hinweistafeln für Zuschauer und Besucher.

3.15 Speisen und Getränke müssen am Turnierort für Teilnehmer und Zuschauer verfügbar sein.

3.16 Für die Teilnehmer/innen muss eine zu Fuß erreichbare Toilette bereitgestellt werden. Ist für die Toilettenbenutzung ein längerer Fußmarsch notwendig, muss die (Mittags-) Pause entsprechend lang sein. Möglich sind auch mobile Toiletten (Dixie, Toilettenwagen, …), bzw. in öffentlichen, privaten oder geschäftlichen Einrichtungen. Deren Benutzung muss vorher mit dem Eigentümer abgesprochen sein.

3.17 Für die Anzahl der zu spielenden Bahnen gilt: Mindestens 54 Bahnen für jeden Teilnehmer vor dem ersten Cut, mindestens 9 Bahnen Halbfinale Open (und Finale andere Divisionen), mindestens 9 Bahnen Finale Open

3.18 Für alle Divisionen, die offiziell zustande gekommen sind (siehe auch 1.4) ist ein separates Finale durch- zuführen.

3.19 Ein Livescoring im Internet ist ausdrücklich erwünscht. Die Veröffentlichung der Ergebnisse auf der Turnierhomepage muss noch am Finaltag erfolgen.

3.20 Es gilt ein Alkoholverbot für Spieler und Verantwortliche während der Runden (einschließlich des Finales).

FINALE UND SIEGEREHRUNG

4.1 Final-Moderation mit Megaphon und Ergebnistafel (Scoreboard)

4.2 Bei Ausrichtung als offene DM: Getrennte Wertung für Gesamtfeld und für DFV-Mitglieder; Urkunden für die drei Erstplatzierten aller Divisionen des DFV-Feldes

4.3 Ehrenpreise, Pokale, Urkunden für Sieger und Platzierte bis zum 3. Platz. Der Titel des Deutschen Meisters wird nur in Divisionen vergeben bei denen mindestens 4 Sportler an den Start gegangen sind. Vergabe des Preisgelds nach dem Preisgeldschlüssel der DGA. Die Höhe des Preisgeldes wird im Ausrichtervertrag zwischen Ausrichter und Verband vereinbart.

 

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