Schweiz gegen Deutschland bei den K2 Open

kreuzl23.10.2013 | Jonathan Maas. K2 Open, dieser Name kommt von der Lage des Kurses und der sich daraus bedingenden Zusammensetzung der Mitglieder des ausrichtenden Vereins, der Chainhunters. Denn die K2 Open fanden in Kreuzlingen, Schweiz im Seegarten statt und die Chainhunters setzen sich aus Kreuzlingern und Konstanzern zusammen. Die deutsche Grenze ist dann auch gerade einmal 600m vom ersten Korb entfernt.

Dadurch bietet sich natürlich auch ein Länderkampf zwischen Schweiz und Deutschland an. Es gab sogar „eine Formel, nach der alle Spieler in das Ergebnis eingerechnet“ (TD Phillip) wurden, und es sah bei den Anmeldungen nach einer sehr ausgeglichenen Anzahl an Spielern aus. Für Deutschland traten 26 und für die Schweiz 25 Spieler an. Jede Division wurde getrennt gewertet und die siegreiche Nation erhielt einen Punkt für jede gewonnene Division pro Runde. Es sollte also ein spannendes Kräftemessen werden. Deutschland konnte sich sogar sicher sein, nicht ohne Punkte nach Hause fahren zu müssen, da es in der Junioren-Division keinerlei Schweizer Starter gab.

Als Generalprobe für ein SwissTour Tunier in 2014 ausgelotet, waren die K2 Open ein voller Erfolg. Denn nach nur einem Jahr Vereinsgeschichte, einem vorhergegangen Probeturnier in der Wintertour Saison 12/13 und der Wiederauferstehung eines der ältesten Schweizer Kurses, wollten sich 52 Spieler das Turnier nicht entgehen lassen. Der Kurs war spielerisch anspruchsvoll und kam im Allgemeinen auch gut an. Vor allem die Bunkerbahn und die Inselbahn haben so manchen Spieler sehr gefordert. Es gab zwar auch die ein oder andere Beschwerde zu so mancher Bahn, oder eher zu den zahlreichen Mandos und OBs. Im Großen und Ganzen kann man aber sagen, dass es ein durch und durch gelungenes Turnier war. Einem Swiss-Tour-Turnier im nächsten Jahr steht somit nichts mehr im Weg.

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Nicht wirklich überraschend ging der Sieg in der Open-Kategorie an Schweizermeister, Europameister und Schweizer Dauersieger Stephan Müller. Nach zwei Runden, auf denen er jeweils nur 42 Würfe benötigte, musste sich jeder noch so ambitionierte Spieler geschlagen geben. Es ist also ähnlich wie in Deutschland, wenn Simon Lizotte mitspielt: Es geht halt doch eher um den zweiten Platz. Obwohl Taddäus Winkelbeiner mit 43 Würfen in Runde eins ihm doch sehr nahe kam.

Doch Ted sollte nicht der einzige Spieler mit Ambitionen auf Platz zwei bleiben. Gordian Döring lief einmal mehr in dieser Saison zur Höchstform auf und lag mit 45 Würfen noch in Reichweite von dem zweiten Podestplatz. Direkt hinter ihm mit 46 Würfen machte sich Rafael Dreier auf dem derzeit vierten Platz breit. Der Länderkampf ging hingegen mit 4:1 Divisionen in Runde eins klar an die Schweiz. Werner Kuster holte mit einem Wurf Vorsprung die Grandmaster-Division für die Schweiz und erreichte damit so ziemlich die Vorentscheidung.

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Runde zwei ist meist die Runde eines Turniers, in der sich die meisten Scores verbessern. Dies liegt bei neueren Turnieren oft daran, dass viele Spieler den Kurs noch gar nicht kannten und nun erst richtig los legen können. Aber auch mit etwas Wissen über die einzelnen Bahnen war es niemandem möglich, an Stephan Müller heran zu kommen. Er blieb konstant und gewann mit 84 Würfen somit die K2 Open. Die Spieler auf den direkten Verfolgerplätzen konnten allerdings das Wissen über den Kurs nicht in bessere Ergebnisse umwandeln, sondern verschlechterten sich reihenweise. Sowohl Ted (48) und Gordian (51) als auch Raphael (52) benötigten alle mehr Würfe als in Runde eins. Doch eine Änderung in der Rangliste sollte dies bei niemandem bedeuten. Nur Raphael musste sich Platz vier am Ende des Turniers mit Jonas Snozzi (aka Snussi) teilen. Im Länderkampf konnte Deutschland durch die sehr gute Leistung von Michael Lüders die Masters Division in Runde 2 gewinnen, hatte in der Gesamtwertung allerdings trotz allem keine Chance. Die Schweiz gewann mit 7:3 gewonnen Divisionen über beide Runden hinweg klar und eindeutig den K2 Open Länderkampf.

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Die Schweizer Überlegenheit zeigte sich auch auf den Siegerpodesten der weiteren Divisionen, denn nur in den Masters und Juniors stand mit Michael Lüders (47/48) und Kevin Suhm (55/54) ein deutscher Spieler auf Platz 1. Platz 2 in den Masters ging an Martin Leu (47/54) vor Dan Sellers (49/53) auf dem dritten Rang. Bei den Juniors errang Joshua Büttner Platz 2 und Tom Lüders Platz 3.

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Wiederum nicht unerwartet und mit einem dann doch nicht allzu kleinen Vorsprung gewann Natalie Holloköi (49/54) mit insgesamt 103 Würfen die Damen-Division. Die weiteren Plätze gingen an Natalie Winkelbeiner und Maren Mossig. Die Grandmaster gewann Europameister Paul Francz mit nur einem Wurf Vorsprung vor Karl-Heinz Warnke. Platz 3 der Grandmaster erreichte Werner Kuster wiederrum mit nur einem Wurf Vorsprung vor Francesco Puliafito, die beide aus Mangel an Senior-Grandmastern plötzlich wieder etwas jünger wurden.

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Abschließend gilt es noch den Organisatoren der Chainhunters um TD Phillip Gaiser und den Kursplanern Werner Kuster und Francesco Puliafito zu danken. Ihr habt ein super Turnier organisiert.

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