Mehr als 7.000 Würfe beim 1. Potsdamer Luna Cup

19.4.2011 | Susann Fischer und Manja Pfeiffer. Ein Tag, 59 Spieler, zwei Runden à 18 Bahnen, ein Spaßfinale à fünf Bahnen, neun Urkunden, ein Pokal, mehr als 7.000 Würfe und ein Ass. Das ist die Bilanz des „1. Potsdamer Luna Cup“ am vergangenen Samstag.

Der Potsdamer Volkspark lag noch im Nebel als gegen 7.00 Uhr die ersten Helfer durch den Morgentau schlappten. Pünktlich zum Tee Off konnte die erste Kleidungsschicht abgelegt werden, denn die Sonne kündigte schon mal an, dass sie an diesem Tag noch einigen Spielern einen Sonnenbrand auf die Nase brutzeln würde.

Die erste Runde war schnell gespielt, denn der Potsdamer Volkspark war ungewohnt leer. Freie Bahnen und Wege, die das Disc Golf Herz höher schlagen ließen. Einige Turnierteilnehmer erreichten das Headquarter dennoch gesenkten Hauptes, denn zwei Inselbahnen wurden bei zu kurzen Würfen sehr teuer. Die drei Disc Golfer aus Kellenhusen beklagten sich hingegen über den mangelnden Wind. So ein windstilles Spiel seien sie an der Ostseeküste nicht gewohnt.

Nach der ersten Runde führte bei den Damen die Deutsche Meisterin Susann Fischer mit 57 Würfen vor Diemut Bartl (63) und Margrit Dittmann (64). Besonders erfreulich in dieser Division: Selten stellen sich bei einem German Tour Turnier gleich 10 Frauen der Konkurrenz.

In der Open-Division spielte Robert Chris Delisle mit nur 46 Würfen die beste Runde des gesamten Turniers, dicht gefolgt von Markus Koch (47) und Alexander Vogt (48).

Grandmaster Stephen Defty sowie die beiden Masters Olli Möllemann und George Braun absolvierten den Par-55-Kurs mit je 52 Würfen. Diese drei Herren spielten auch die zweite Runde komplett gleich und ermittelten ihre Platzierung im Stechen. Das Stechen gewann Olli Möllemann vor Stephen Defty und George Braun.

Bei den Damen verteidigte Susann Fischer mit einer 59 auch auf der zweiten Runde Rang eins. Josephine Jahn spielte sich vom fünften auf den zweiten Platz vor, indem sie mit 56 Würfen die beste Tagesrunde aller Damen ablieferte. Diemut Bartl (62) sicherte sich den dritten Platz.

In der Open Division schaffte Markus Koch in der zweiten Runde eine 48. Robert Chris Delisle (49) folgte ihm auf den Fersen. Beide kamen so mit 95 Würfen auf Rang eins, da wir es als Anfänger der Turnierorganisation verpasst haben, ein Stechen ausspielen zu lassen. Ronny Linnicke wollte sich mit seinen 53 Würfen aus der ersten Runde offensichtlich nicht zufrieden geben und kämpfte sich mit 48 Würfen auf den dritten Platz vor. Den musste er sich aber mit Jens Erdmann und Tim Knapper teilen. Das Stechen um den Einzug ins Spaßfinale gewann Jens Erdmann im „closest to the pin“ (ctp).

Bei den Masters hatte sich bereits Olli Möllemann über das Stechen für das Finale qualifiziert, bei dem schließlich er, die drei besten Open-Spieler sowie Susann Fischer als Gewinnerin der Frauen-Division gegeneinander antraten.

Im Finale ging es dann um den heißbegehrten „Luna Cup“. Dabei hätte die Deutsche Meisterin fast das Kunststück vollbracht, den eigens von ihrem Kumpel „Schrödi“ gefertigten „Luna Cup“ mit nach Hause nehmen zu können. Mit 15 Würfen musste sie sich nur Markus Koch (14) geschlagen geben. Rang drei belegte Olli Möllemann (16), Rang vier Robert Chris Delisle (17). Jens Erdmann wollte einfach die Insel nicht treffen. Trotz der drei noch folgenden Birdies kam er letztlich auf eine 22.

Fazit: Der „1. Potsdamer Luna Cup“ war aus Sicht des Orga-Teams eine gelungene Generalprobe für die „3. Potsdam Open“ vom 09. bis 11. September 2011. Und das mit der korrekten Vergabe der Urkunden lernen wir bis dahin auch noch.

Ergebnisse: http://gto.ec08.de/events/results/260
Bilder vom Live-Blogging: http://disc-golf.tumblr.com/tagged/luna_cup
Fotos von Sven Friedrich: http://www.2sf.info/dg/2k11lunacup/
Turnierwebsite: http://lunacup.wordpress.com/

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