Schwedentage in Kopenhagen:
Fünf Deutsche am Start

27.04.2010 – Von Ewald Tkocz. Es war das „Wochenende der Schweden“ beim A-Turnier der EuroTour in Kopenhagen: Anders Swärd bezwang nach einem an Spannung nicht zu überbietenden Zweikampf im Stechen der Open-Klasse Europameister Ville Piippo aus Finnland. Markus Källström wurde Dritter. Hans Tegebäck triumphierte bei den Masters und Europameisterin Birgitta Lagerholm feierte bei den Damen mit Camilla Jernberg und Angelica Frantz einen schwedischen Dreifach-Erfolg.

Auch für die fünf deutschen Disc Golfer war die dänische Hauptstadt eine Reise wert, auch wenn ihre Highlights – außer bei George Braun, der bei den Grandmastern hinter dem Schweizer Europameister Paul Francz Zweiter wurde – nicht unbedingt mit den sportlichen Ergebnissen zu tun hatten. Simon Lizotte: „Mit dem 15. Platz bin ich nicht wirklich zufrieden. Trotzdem war es ein hammergeiles Wochenende.“ Greg Marter wurde 23. in der Open-Klasse. Jörn Weichold verabschiedete sich mit einer „ganz soliden“ 68er-Runde (vier über Par) aus dem Turnier. Alessa Schwarz war happy. Mit dem niedrigsten Rating der neun Teilnehmerinnen (803) und ohne Erwartungen angereist, gelang es ihr, die Norwegerinnen Linda Wulff und Sigrid Sandum hinter sich zu lassen und auf Augenhöhe mit der Schwedin Karin Magnholt (PDGA-Rating 887) zu spielen. Ihre beste, die zweite Runde, wurde sogar mit 874 eingestuft.

Simon Lizotte erlebt eine Achterbahn der Gefühle

Der Deutsche Meister Simon Lizotte erlebte in Kopenhagen eine Achterbahn der Gefühle und musste mit für ihn ungewohnten Leistungsschwankungen fertig werden. „Die erste Runde war wirklich grässlich“, kommentierte er die 61 Würfe (drei unter Par), „meine Putts waren fast alle sehr schlecht. Ich war richtig schockiert über meine Würfe.“ Mit sieben unter Par lief die zweite Runde besser. Am Ende des ersten Tages lag Simon auf Rang neun. In der dritten Runde erfüllte sich für ihn ein Herzenswunsch: eine Runde mit dem schwedischen Weltklassespieler Markus Källström zu spielen. Simon: „Das hat mir wieder richtig Mut gemacht.“ Beflügelt von seiner Flight-Begleitung schien eine Runde von zwölf unter Par möglich. „Ich habe an 16 Bahnen fast auf Weltklasse-Niveau gespielt.“ Doch an zwei Bahnen büßte er neun Würfe ein. Die Seifenblase platzte. Am Ende stand wieder eine 61 auf dem Scorebook und die Erkenntnis: „Es kann halt nicht immer gut laufen.“

Greg Marter zufrieden mit seiner Leistung

Greg Marter fehlten fünf Würfe, um das Finale der besten 16 Open-Spieler zu erreichen. Dennoch war der Berliner mit Rang 23 einigermaßen zufrieden: „Ich habe solide gedrived und mir viele Birdiechancen erarbeitet, habe aber einige Putts nicht getroffen.“ In der ersten Runde spielte er zusammen mit Simon Lizotte und lag nach zwölf Bahnen sogar vier Würfe vor dem Bremer. Greg Marter: „Dann habe ich aber eine Acht eingebaut. Ich weiß gar nicht, wann ich mir so etwas zum letzten Mal geleistet habe.“ Simon, so Greg Marter, sei noch sehr jung. „Er stellt sehr hohe Ansprüche an sich, will immer gewinnen und zeigen, wie gut er spielen kann.“ Aber das sei eben nicht jeden Tag möglich.

Hier die Ergebnisse.

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