Wetterkapriolen in Braunschweig

25.07.2017 | Frank Brügmann

Die Braunschweig Open 2017 sind gespielt und boten alles, was sich ein Disc Golfer wünscht … oder auch gerade nicht. Die 59 Spieler, die den Weg nach Braunschweig gefunden hatten wurden mit so ziemlich allem konfrontiert, was ein Sommerwetter so zu bieten hat. Am Freitag waren die Bedingungen noch ideal, nicht zu heiß, nicht zu kalt, wenig Wind mit ein bisschen Sonne und lauen Abendtemperaturen.

Das sollte sich aber schon in der Nacht rapide ändern und ein ausgiebiger Regen ergoss sich über das Turniergelände. Samstagmorgen kämpfte sich Turnierdirektor Tschick Behrens im strömenden Regen von Bahn zu Bahn, um den letzten Schliff anzulegen. Nach Players-Meeting und Score-Pickup verteilten sich die Spieler auf die 18 speziell fürs das Event angepassten Turnierbahnen … immer noch im strömenden Regen. Das sollte sich auch die ganze erste Runde nicht ändern und so verwunderte es nicht, das nur 2 Spieler unter Par bleiben konnten. Tobi Behrens und Gene Rüdiger gelang jeweils die 53 und somit die gemeinsame Führung in der Open-Division. Ein weiteres Highlight setzte Andreas Langer, der sich vom Regen nicht abhalten ließ auf der Bahn 18 mit seinem ersten Wurf vom Tee direkt im Korb zu landen … ASS … Glückwunsch und ein dickes Payout aus dem Ass-Pott … wenn er denn in den Ass-Pott einbezahlt hätte.

In der Mittagspause (der Regen hörte endlich auf) musste der Parcours nochmal überarbeitet werden. Einige Abwürfe mussten verlegt werden, da die Tee’s der ersten Runde stark unter den ausgiebigen Regenfällen litten. Zur zweiten Runde kam dann endlich die Sonne raus und so purzelten bei vielen Spielern die Scores. Gene konnte seine gute Tagesform bestätigen und spielte den besten Score des gesamten Turniers mit 51 Würfen. Nik Eisel und Lucca Seipenbusch trugen sich mit jeweils 52 Würfen in die Scoreliste ein. Lucca legte damit den Grundstein für seinen letztendlich ungefährdeten Sieg in der Master-Division.

Auch bei den Damen war die Runde 2 die alles Entscheidende. Tabea Wallus aus der Schweiz setzte sich mit einer starken 59 an die Spitze der Woman-Division und verteidigte diese Führung auch auf den verbleibenden 1 1/2 Runden am Sonntag und gewann mit 223 Würfen. Katrin Freyberg (225) und Susann Fischer (228) konnten den knappen Vorsprung von Tabea nicht mehr egalisieren. Überhaupt bescherte der Sonntag dann auch wieder überwiegend freundliches Wetter, diesmal allerdings mit durchaus stärkeren und böigen Winden.img_20170723_175331

Bei den Junioren war noch Spannung angesagt. Marius Hessing lag zwar 5 Würfe hinter Max Schulze, hatte sich aber wohl vorgenommen, seine Fehler der ersten Runde nicht zu wiederholen. Punkt um Punkt holte er auf, überholte Max auf der Ziellinie und gewann mit 2 Würfen Vorsprung.

Bei den Senior Grandmaster konnte sich Hans Schulenburg Runde um Runde steigern und siegte letztendlich mit einem soliden Vorsprung von 6 Würfen vor Wolfgang Breuer und Hans-Holger Meier. In der Grandmaster-Division konnten Dirk Haase und Stephan Conrad gar nicht genug bekommen und mussten den Titel im Stechen entscheiden. Auf extra erstellten Bahnen rund um den Sportplatz und somit vor ca. 100 Millionen Zuschauern setzte sich Dirk durch und holte sich die Siegerurkunde in seiner Division. Den dritten Platz sicherte sich Ass-Man Andreas Langer.

Bei den Mastern konnte niemand mit Lucca mithalten (der nach 3,5 Runden im Gesamtranking auf dem dritten Platz lag) und somit ging der Titel in der Master-Division mit 10 Würfen Vorsprung vor Sascha Görtz an den sympathischen Linkshänder. Auf den folgenden Plätzen konnte keine Einigung erzielt werden und so teilten sich Christian Westpfahl, Mark Dreihahn und Frank Brügmann den dritten Platz.img_20170723_175241

Die besten 4 Open-Spieler  – Gene Rüdiger (187), Nik Eisel (191), Tobias Behrens (194) und Tobias Schulz (199) – gingen am Sonntagnachmittag dann noch ins Finale über 9 teilweise neue Bahnen. Hier legte der bis dahin Drittplatzierte Tobi Behrens los wie die Feuerwehr … Bahn 1 -> Birdie, Bahn 2 -> Birdie, Bahn 3 -> Birdie. Damit war der vor ihm platzierte Nik Eisel schon eingeholt und nun sollte auch noch der führende Gene Rüdiger angegriffen werden. Auf Bahn 4 landete der Drive von Tobi am Rande des Fairways und war 20 Meter zu kurz – doch Tobi war nicht aufzuhalten und zimmerte den Putt mittig in die Ketten … tosende Jubelstürme bei der üppigen Zuschauerschar. Auf der folgenden Bahn sollte sich das Blatt allerdings wenden und Tobi konnte seinen Putt zum Par aus dem Busch nicht im Korb unterbringen und ließ auch den Reputt liegen … eine 5 und der Sieg von Gene war nicht mehr zu gefährden. Die restlichen Bahnen spielte Gene solide runter und sicherte sich letztendlich mit einem soliden Vorsprung von 4 Würfen den Titel der Braunschweig Open 2017. Herzlichen Glückwunsch!!img_20170723_175435

Einen besonderen Dank für die Unterstützung geht an den MTV Braunschweig und an die vielen Helfer, die dieses 2-Tages-Turnier der German Tour erst möglich machen!

Und hier das Endergebnis (http://gto.ec08.de/events/results/982)!

Und hier geht es zum Beitrag vom NDR (https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Braunschweig-wo-die-Welt-eine-Scheibe-ist,discgolf128.html)!

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