Heuweiler: E. Kroll blieb unbeeindruckt von Wald und Konkurrenz

1148912_469855279779104_811677874_n3.9.2013 | Jonathan Maas. Ein weiteres Mal hat der Wald in Heuweiler ein paar Discgolfer zu einer Kraftprobe aufgefordert – und sie sind in Scharen gekommen. Mit 56 Spielern gab es wieder einen Teilnehmerrekord für das Turnier. Auch der Kurs hat eine Änderung erfahren, denn er bekam drei weitere Bahnen geschenkt. Somit wurden die 3. Heuweilermer Dorf Challenge auf 21 Bahnen ausgetragen. Die drei zusätzlichen Bahnen waren eher eine Versöhnung für die Teilnehmer, da auf allen drei Bahnen zusammen nur drei Bäume standen. Fast schon ein Novum auf dem Heuweilermer Gelände, denn damit gab es insgesamt sechs von 21 Bahnen, die man als außerhalb des Waldes bezeichnen könnte.

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Bereits beim Doubles deutete sich an, wer an diesem Wochenende um die Top-8-Finalplätze in den Open kämpfen sollte. Das Team Allgaier mit den Gebrüdern Kroll schaffte mit 44 Würfen einen Doublessieg vor den WSCAlern Michael Stelzer und Moritz Lang (45 Würfe). Es muss allerdings dazu gesagt werden, dass die Doublesrunden nur auf 18 Bahnen gespielt wurden. Platz drei bei den Doubles belegten die TDs Gordian Döring und Jonathan Maas (48 Würfe), und auch damit deutete sich das spätere Ergebnis bereits an. Nach dem freien Training am Freitag hörte man vor allem von den Spielern, die den Kurs noch nie genießen durften, wieder die bereits bekannten Kommentare. Vor allem Markus Mossig war „leicht angefressen“ auf Grund der vielen Bäume und konnte eigentlich nicht wirklich viel Gutes für ihn persönlich finden. Doch er sollte seine Meinung im Laufe des Turniers noch ändern und daher war er sich am Ende sicher, dass der Kurs „wirklich Laune macht“.

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Nachdem die erste Runde des Turniers dann am Samstag gespielt war, gab es eigentlich wenig Überraschungen. Marian Ludwig schaffte mit 60 Würfen das beste Ergebnis und auch die einzige reguläre 1000er-Runde des Turniers. Immerhin war dies eine Sieben-unter-Par-Runde, und daher überraschte es doch ein wenig, dass es keine weiteren 1000er-Runden gab. Allerdings konnte Martin „Beo“ Jenny schnell erklären, dass dies mit den „fehlenden Spielern mit einem 1000er-Rating zusammen hängt und es somit keinen Vergleich gibt.“ Eine wirkliche Überraschung war die 62 von Emanuel Kroll eigentlich nicht und auch Michael Stelzers 63 und der dritte Platz war nur auf Grund der Reihenfolge der Platzierung ungewöhnlich.

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Runde zwei sollte dann aber doch mit ein paar Besonderheiten aufwarten. Manu Kroll spielte sich souverän mit einer 64 an die Spitze, die beste Runde teilten sich allerdings der Master Michael Lüders und der Freiburger Gordian Döring (jeweils 63). Die größte Überraschung war wohl, dass der Halter des Kursrekords (46 Würfe auf 18 Bahnen) Michael Stelzer sich mit einer 70 nach hinten absetzte. So hatte das vor dem Turnier bestimmt niemand erwartet.

Der Sonntag ist immer ein besonderer Turniertag, da es in Runde drei um die Finalplätze geht. Denn bei der Heuweilermer Dorf Challenge gibt es kein Halbfinale, dafür aber acht Finalplätze für die Open-Klasse. Die Aufgaben des Turnierdirektors teilen sich traditionell Jonathan Maas und Gordian Döring während des Turniers. Doch nachdem die dritte Runde gespielt worden ist, entschied sich Jonathan kurzerhand, Gordian für den Rest des Turniers frei zu geben. Denn etwas nicht so Häufiges war geschehen: Gordian lag nur mit einem Wurf hinter dem Führenden Emanuel Kroll und sollte sich jetzt auf das Finale vorbereiten.

Emanuel Kroll zeigte sich unbeeindruckt von den vielen Finalteilnehmern, die natürlich in zwei Flights gestartet waren, und spielte mit einem Score von 24 auf neun Bahnen das beste Finale. Seinen 1. Platz holte er sich somit souverän mit einem Vorsprung von vier Würfen und einem Score von 215. Platz zwei war allerdings hart umgekämpft, doch Marian Ludwig (219) setzte sich mit einem fast ebenso guten Finale deutlich durch. Für Gordian Döring wäre es vielleicht besser gewesen, wenn er weiterhin auch Aufgaben des Turnierdirektors absolviert hätte, da ihm dies offensichtlich nicht geschadet hatte. Nach seiner Ausruhpause verlor er fünf Würfe auf seine Verfolger und teilte sich am Ende des Turniers zusammen mit Martin Jenny und Moritz Lang den dritten Platz (jeweils 224).

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Bei den Masters gab es eine Wiederholung des Zweikampfes zwischen Michael Lüders und Martin Fohlert aus dem letzten Jahr. Während es im letzten Jahr noch in einem Stechen entschieden werden musste, setzte sich in diesem Jahr Michael Lüders (221) mit einem Vorsprung von sieben Würfen klar durch. Somit blieb für Martin Fohlert (228) nur, sich mit dem zweiten Platz zufrieden zu geben. Platz drei ging an Guido Reinhardt (254), der sich auch wiederum klar gegen Thomas Barker (260) durchsetze.

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Bei den Damen bestand die Konkurrenz aus der amtierenden German-Tour-Siegerin Christine Hellstern und der Schweizer Meisterin und Presidents-Cup-Team-Europe-Mitglied Natalie Holloköi. Es gab ein spannendes Rennen, denn nach drei Runden lag Christine nur drei Würfe hinter Natalie, und auf den Waldbahnen war noch alles möglich. Doch die Bäume entscheiden sich nicht immer dafür die Scheiben der Führenden ins Nirvana zu bugsieren. Somit erspielte sich Natalie Holloköi (252) mit einem 30er Finale souverän den Turniersieg. Christine Hellstern sicherte sich mit 260 Würfen insgesamt den zweiten Platz und Natalie Winkelbeiner (303) erreichte Platz drei.

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Auch die Grandmasters waren hart umkämpft. Lothar Henseler erreichte mit 238 Würfen und einem drei Würfe Vorsprung Platz 1 vor Ewald Tkocz (241) und Michael Janske-Drost (246). Bei den Junioren gab es lange Zeit einen Zweikampf zwischen Jonas Lehmann und Maximilian Tkocz. Doch im Finale setzte sich Jonas Lehmann (235) klar durch und holte sich den Sieg in seiner Division. Maximillian Tkocz (250) wurde Zweiter und Kevin Suhm (275) belegte Platz drei. Weitere Divisionen gab es in diesem Jahr nicht, da vor allem der Kurs für Senior Grandmaster und Legends körperlich fast nicht zu bewältigen ist.

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Fotos: Guido Reinhart

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