Zwischen Vögelgätränke, Rähgähääge und Double-Triple-Määndo – 8. Ostpark Open

Foto 65.6.2013 | Natalie Berkes. Die Wettervorhersage hätte nicht schlechter sein können für das Wochenende der 8. Ostpark Open. Reisten wir Samstagmorgen noch mit Jacke und dicken Socken an, begannen wir Runde zwei schon im Pulli und beendeten sie im T-Shirt. Der Blick in den Spiegel bewies – die Sonne hat geschienen, die Nase war rot. Es blieb tatsächlich das ganze Wochenende trocken. Erst als alle Spieler sich zur Siegerehrung im Zelt versammelt hatten begann es zu regnen. Perfektes Timing also.

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96 Teilnehmer waren aus ganz Deutschland angereist. Einige Spieler übernachteten in der nahegelegenen Turnhalle der Grundschule, einige hart gesottene bauten gleich ihr Zelt im Ostpark auf oder übernachteten im DRK Zelt auf Feldbetten und so wurde der Freitagabend nach dem traditionellen Doubles lang oder besser gesagt – die Nacht für einige der Spieler kurz.

Tunierdirektor Chris Longmire from Tääxas begrüßte die Teilnehmer und erklärte den – von einigen Spielern so bezeichneten OB-Warn – zwischen Vögelgäträänke, Rähgähääge und Double-Triple-Määndo. Der Parcours hatte es in sich, wie in den letzten Jahren auch. Der Ostpark ist wirklich kein einfacher Kurs. Die größte Hürde war wohl für alle Spieler die kürzeste Bahn – die 4. 38m lang, wahlweise links oder rechts um einen riesigen Baum drum herum musste die Scheibe auf einer kleinen Insel, umgeben von einem Bachlauf zum Liegen gebracht werden. Selbst Top-Spieler „kegelten“ hier eine 14 und auch eine 20 musste auf einer Scorekarte vermerkt werden.

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Am Samstagabend warf Grillmeister Michael Adam, gemeinsam mit seiner Frau Brigitte und Mittlerweile-Bratkartoffel-Experte Marwin Walter den Grill an. So das all die hungrigen Discgolfer rundum versorgt waren mit Bratkartoffeln, Krautsalat, Steaks und Worscht.

Die beste Runde auf den 24 Bahnen legte Christian Plaue mit einer 58 hin. Verspielte sich allerdings seine perfekten Siegchancen im Semifinale auf besagter Inselbahn und landete nach dem Finale mit Gesamt 252 Würfen auf Platz 3. Im Herz-Schlag-Finale mit Bahnenlängen an die 200 Meter zeigten die Top 5 der Openklasse ihr ganzes Können. Es stand 249 zu 249 zwischen Kevin Konsorr und Dominik Stampfer. Im Stechen sicherte sich der Lünener Kevin jedoch den Sieg.

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Bei den Grandmasters dominierten die Scheibensucher das Feld. War es für Wolfgang Kraus ein Start-Ziel-Sieg (242) so lagen JD (Michael Janske-Drost) und Michael Adam nach 3 Runden fast gleich auf und entschieden den Kampf um Platz 2 erst im Finale. JD gesamt 273 Würfe, Michael Adam gesamt 278 Würfe.

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In der starken Klasse der Masters lag nach Tag 1 Altmeister Hartel (Hartmut Wahrmann) vor Klaus Kattwinkel und Frank Buchholz. Klaus zeigte sich am Sonntag jedoch in guter Form und sicherte sich den Sieg mit gesamt 242 Würfen. Gefolgt von Hartel mit 244 Würfen und Frank mit 245 Würfen.

Lag nach Runde 1 noch Tobias Henrich von den Scheibensuchern auf Platz 1, wechselte die Führung in der Juniorenklasse quasi von Runde zu Runde. Am Ende machte Torben Casser das Rennen (260) gefolgt von Melvin Korth (262) und Jonas Lehman (266).

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In der Damenklasse kam es zu einer Überraschung. Dana Jung lag nach 3 Runden einen Wurf vor Christine Hellstern, die großes Pesch an der Bahn mit dem Double-Triple-Määändo hatte. Am Ende reichte es im Finale dann doch nicht ganz und Christine sicherte sich den Sieg mit 293 Würfen, gefolgt von Dana mit 297 Würfen und Scheibensucherin Nathalie Berkes mit 340 Würfen.

Anmäärkung: Alle Äs sind so gewollt 😉

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