Burgberg Open Grebenstein: Schnitzel, Rost und grandiose Stimmung

17.3.2012 | René Kundel. Am vergangenen Samstag fand nach knapp zwei Jahren Abstinenz endlich wieder ein Turnier bei den befreundeten Grebensteiner Birdie-Produzenten statt. Für ein C-Turnier eigentlich viel zu weit, aber in Kombination mit einem weiteren C-Turnier in Calden tagsdrauf höchst lohnenswert. Also ab nach Nochdhessen…

Um 9 Uhr morgens noch unter dickem Nebel verborgen, wurde dennoch schnell klar, das wird ein genialer Tag. Bereits nach den ersten Bahnen kam die Sonne raus, vertrieb den Nebel und innerhalb von Minuten wurden Mützen, Handschuhe und Jacken zu unangenehmen Taschenbeschwerern und Schweißoptimierern.

Wie in den Vorjahren präsentierte sich der im letzten Jahr überarbeitete Kurs als gewohnt tricky bis vermeintlich leicht, hielt stets ein paar Äste und Bäume parat, die ganz zufällig immer wieder mal im Weg standen und die perfekte Fluglinie umbestimmten, sowie den ein oder anderen Abhang, der sich idealerweise immer in der Nähe der Körbe befand.

Mit dem Kurs am Besten zurecht kam … nein, nicht wie zu erwarten war, der Toursieger von 2011, vielmehr sein jüngerer Vereinskamerad Felix „Lefax“ Wiegand, der bereits in Runde 1 mit einer 34 (-5) zeigte, dass er es heute wissen will. Aber auch die weiteren Scores zeigten, dass in Grebenstein an diesem Wochenende auch andere Spieler, die man sonst nicht vorne sieht, vernünftige Scores abliefern können.

Erfreulicherweise gesellte sich zudem ein Grebensteiner Discgolf-Urgestein, namentlich besser unter seinem Scheibenkünstlernamen Marco Müller bekannt, ein weiterer Titelaspirant unter die munteren Starter.
Ich selbst durfte mit der lebenden Legende die erste und dank überraschend gute Runde meinerseits sogar noch die zweite Runde spielen und seine angeblich verrosteten Würfe bestaunen. Im Verlauf des Turniers sollte sich die Wurfhand immer mehr entrosten und dem ultimativ sympathischen Mann mit dem mit Abstand trockensten Humor jenseits der beiden Polarkreise am Ende Platz 3 bescheren. Wer hätte das gedacht?! Alle außer ihm, wie es schien.

In der Mittagspause gab es- YES – leggger Schnitzel wie vor Jahren schon. Sie schmeckten genauso gut und waren genauso reichhaltig wie damals. Absolut perfekt. Zudem konnte man in der kleinen, heimeligen Hütte am Steinbruch gemütlich beisammen sein und sich bei weiteren Köstlichkeiten aus geübter Hausfrauen-/ oder -männerhand über die üblichen Themen und darüber hinaus austauschen. Eine bessere Verpflegung auf einem C- Turnier hab ich bis dato nicht erlebt, Hut ab!

Nach der Mittagspause spielte Lefax weiterhin uneinholbar seine Birdies und ab und zu mal Pars, machte keine Fehler und gewann am Ende verdient mit fünf Würfen Vorsprung vor Christian „Rocco“ Plaue und dem entrosteten Marco Müller.

Bei den Masters setzte sich in aller Ruhe und Gelassenheit der Altmeister des Rüsselsheimer Discgolf- Sports Michael „JD“ vor Oli Schacht und Bernd Hofmann durch.

Die Damen gewann Christine Schnettler vor Sonja Scheidemantel und Jana Moschke, die an ihrem ersten Turnier viel Spaß hatte, viele Erfahrungen machte, am Ende glücklich und zufrieden war und vielleicht dieses Jahr noch ein C-Turnier spielen möchte – ich freu mich drauf!

Vielen Dank an Rocco, Marco, Jambelicus, Lefax und den leider nicht spielenden Bero für ein rundum gelungenes Turnier-Comeback mit genialer Stimmung, perfektem Wetter und jeder Menge Spaß!

Wir kommen auf alle Fälle wieder – aber nur wenn’s Schnitzel gibt!

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