Die Chili lebt wieder

7.3.2012 | Jonathan Maas und Gordian Döring. In Lörrach im Grütt Park ging es am letzten Wochenende wieder hoch her. Viele Passanten wunderten sich über die im ganzen Park verteilten Discgolf-Körbe und die vielen Menschen, die mit ihren verschieden farbigen Frisbeescheiben um sich warfen. Doch eigentlich müsste das bunte Treiben in Lörrach bereits bekannt sein, denn die Chili Open wurden nicht zum ersten Mal veranstaltet. Bereits die neunte Ausführung des Turniers galt es durchzuführen und eine Kooperation von Merry Chains Basel und Heads Up Freiburg machte dies nach der letztjährigen Pause möglich.

Wie stark die Chili Open vermisst wurden, stellten die Turnierdirektoren Martin Jenny und Jonathan Maas bereits in den ersten Tagen der Anmeldung fest. Nach drei Tagen waren alle Startplätze für das erste vergeben und bereits jetzt fingen die Überlegungen der Veranstalter an, die Anzahl der Bahnen zu erhöhen um mehr Spieler zulassen zu können. Am Ende sollte man sich darauf einigen das Turnier auf 19 Bahnen zu spielen, obwohl es zwischendurch sogar Diskussionen über 20 Bahnen gab. Mit einem Starterfeld von 74 Spielern wurde in diesem Jahr ein Teilnehmerrekord erreicht.

Swiss Tour trifft auf German Tour

Vielleicht lag diese hohe Zahl an Teilnehmern aber auch an einer interessanten Neuerung zu den bisherigen Ausführungen der Chili Open. Denn nicht nur die Ausrichter wollten eine internationale Zusammenarbeit demonstrieren, sondern auch die zwei Discgolf-Touren aus Deutschland und der Schweiz waren beide bei dem Turnier vertreten. Federführend gehören die Chili Open natürlich weiterhin zur Swiss Tour, denn nach acht erfolgreichen Jahren sollte man das ja nicht unbedingt ändern. Die zwei Runden am Samstag galten allerdings ebenso als C-Turnier zur German Tour. Damit wurden noch etwas mehr deutsche Spieler angeregt, den Weg in die südwestlichste Ecke Deutschlands anzutreten und im schönen Grütt Park in Lörrach zu spielen. Mit 28 Spielern aus Deutschland, weiteren 44 aus der Schweiz und jeweils einem Spieler aus Frankreich und der USA wurde das internationale Flair des Turniers nochmals unterstrichen.

Platz eins ist heiß begehrt

Bei strahlendem Sonnenschein, der die Spieler das ganze Wochenende begleitete, ging es auf die erste Runde der Chili Open. Bereits nach der ersten Runde zeichnete sich das Motto des Turniers ab, denn nach 19 Bahnen lagen Lars Jaeger und Dominik Stampfer mit 55 Würfen gleichauf auf dem ersten Platz. Der Basler und der Heidenheimer spielten in dieser ersten Runde, zusammen mit Luca Miglioretto in Runde drei, die beste Runde des gesamten Wochenendes. Dicht gefolgt von Stephan Müller aus Winterthur mit 56 Würfen und Martin Jenny und Shem Johnson mit jeweils 58 Würfen.

Am Ende des German Tour Turniers, also nach zwei Runden der 9. Chili Open, mussten sich schon vier Spieler den ersten Platz teilen. Um den Sieger des German Tour Turniers musste daher zwischen Dominik Stampfer, Shem Johnson, Stephan Müller und Lars Jaeger gestochen werden. Bereits nach einer Bahn im Stechen konnte sich Stephan Müller durchsetzen und entschied die Chili Open GT für sich.

Auch bei den Damen benötigte es ein Stechen um die Siegerin des Chili Open GT zu bestimmen. Natalie Hollokoei gelang aber auch hier bereits auf der ersten Bahn im Stechen die Entscheidung. Doch die Open Division bot eine weitere Überraschung und es sollte noch interessanter werden. Denn nach der dritten Runde am Sonntagmorgen hatten sage und schreibe ganze fünf Spieler die exakt gleiche Anzahl an Würfen benötigt. Lucas Schaer konnte sich auch noch an die Führungsgruppe anschließen, was den anwesenden Zuschauern ein sehr spannendes Finale bescheren sollte.

Spannung mal fünf

Der schweizer Manier entsprechend wurde kein Halbfinale gespielt, allerdings wurde um die Spannung noch weiter herauf zu setzen ein Finale der acht besten Open Spieler durchgeführt. Für die Bahn 1 des Finales musste über den zentral im Grütt Park gelegenen See gespielt werden. Dies gelang vor allem Dominik Stampfer und Lukas Schaer souverän mit einem Birdie, während alle anderen sich mit einem Par begnügen musste. Auf der ca. 250 Meter langen Bahn 2 gelang wiederum Dominik Stampfer und dieses Mal Stephan Müller mit 4 Würfen das bessere Ergebnis. Ab Bahn 3 des Finales bewies Lars Jaeger dann aber das bessere Durchhaltevermögen und setzte sich mit vier Birdies von den anderen Finalteilnehmern ab. Trotz sehr ausgeglichener Scores über das ganze Turnierwochenende hinweg, entschied Lars Jaeger somit die 9. Chili Open ohne ein weiteres Stechen für sich.

Bei den Damen hielt sich Natalie Hollokoei auch an Tag zwei an der Spitze der Spielerinnen und gewann somit ihre Division. Volker Meyer gewann neben der German Tour Wertung bei den Masters ebenfalls die komplette Wertung der Chili Open. Wobei ihm Christof Schlegel den Sieg im Finale nicht leicht machte und sich nur mit einem Wurf Rückstand geschlagen geben musste.

Somit gingen die 9. Chili Open zu Ende und die veranstaltenden Vereine Merry Chains Basel und Heads Up Freiburg freuten sich über ein erfolgreiches Turnier und hoffen auf ein freudiges Wiedersehen im nächsten Jahr zur Jubiläumsausgabe der Chili Open.

Fotos: Gordian Döring

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