Kleine Regelkunde – Teil 3

18.3.2011 | Michl Priester. Willkommen im dritten Teil unserer regelmäßig erscheinenden Rubrik. Heute sind wir auf der Jagd nach den Scheibenklappern und wollen erläutern ob, wie und wo korrekt markiert wird. Von wo spiele ich weiter, wenn meine Scheibe zerbricht, wann muss ich einen Minimarker verwenden oder wie markiere ich nach einem Wurf ins OB genau!? Antworten auf diese Fragen, und noch viel mehr Interessantes hier:

803.03 Markieren der Lage

A. Eine geworfene Scheibe muss nach jedem Wurf dort belassen werden, wo sie zur Ruhe gekommen ist, bis die Lage durch einen Marker gekennzeichnet wurde. Dies kann durch Verwendung einer Mini-Marker-Scheibe geschehen, die auf der Spiellinie in direkter Linie zum Korb vor der geworfenen Scheibe auf der Spieloberfläche platziert wird und dabei die geworfene Scheibe berührt. Alternativ dazu kann der Spieler die geworfene Scheibe selbst, ohne sie zu berühren oder ihre Position zu verändern, als Marker verwenden. In beiden Fällen darf der Marker nicht bewegt werden, bis die Scheibe abgeworfen wurde. Wird ein Marker unabsichtlich vor dem Wurf bewegt, ist er wieder an seine korrekte Position zurückzulegen.

B. Ein Spieler ist nur dann verpflichtet, seine Lage mit einem Mini-Marker zu markieren, wenn die Lage in Einklang mit den Regeln verlegt wird. Dies betrifft die folgenden Fälle: Lage im Aus, Lage über oder unter der Spieloberfläche, verlorene Scheibe, optionale Wurfwiederholung, Verlegung aufgrund einer Erleichterung, Störeinwirkung oder Lage innerhalb 1 Meters zum Aus.

C. Kommt die Scheibe im Spielbereich, jedoch innerhalb eines Meters zum Aus zur Ruhe, kann die Lage auf jedem Punkt einer Linie markiert werden, die von dem der Scheibe nächstgelegenen Punkt der Auslinie 1 m senkrecht vom Aus weg und durch den Mittelpunkt der geworfenen Scheibe führt. Dies gilt selbst dann, wenn dadurch die Lage näher zum Korb verlegt wird. In den folgenden Abschnitten werden die Markierungsregeln für weitere Situationen behandelt:

(1) Verlegung wegen Erleichterung – 803.05 B, C

(2) Störeinwirkungen – 803.07 A, B

(3) Lage über oder unter der Spieloberfläche – 803.08 A, B

(4) Lage im Aus – 803.09 B

(5) Verlorene Scheibe – 803.11 B

D. Das Prinzip der Vertikalität: Die Auslinie stellt eine vertikale Fläche dar. In Fällen in denen sich die Lage nicht in derselben horizontalen Ebene befindet wie der nächstgelegene Punkt auf der Auslinie, gilt als Bezugspunkt für die Ermittlung des Abstands zum Aus der nächstgelegene Punkt auf der vertikalen Fläche (der horizontale Abstand zur Fläche).

E. Zerbricht eine geworfene Scheibe und kommt dann in mehreren Bruchstücken zur Ruhe, ist das größte Teilstück, entsprechend der Ansicht der Mehrheit der Gruppe oder eines Officials, als die geworfene Scheibe zu behandeln.

F. Eine im Wasser befindliche Scheibe ist als zur Ruhe gekommen zu betrachten, wenn sie schwimmt oder lediglich durch das umgebende Wasser oder den Wind über dem Wasser bewegt wird.

G. Für die erste Verletzung einer Markierungsregel erhält der Spieler eine Verwarnung, wenn dies von zwei oder mehr Spielern seiner Gruppe oder einem Official beobachtet wurde. Für jede weitere Verletzung einer Markierungsregel während der Runde erhält der Spieler einen Strafwurf, falls dies von zwei oder mehr Spielern der Gruppe oder einem Official beobachtet wurde.

Das nächste Mal wollen einen Blick auf die wichtigsten Definitionen werfen, um verständlich zu machen, was z.B. ein “Official” ist, oder was ein “Falling Putt” bedeutet.

Zuerst erschienen auf discgolf.at.

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