Das ABC der EM 2010

21.8.2010 – zusammengestellt von Ewald Tkocz (aus ausschließlich französischen und internationalen Quellen, Informationen aus Deutschland lagen nicht vor). Weiter lesen

ABWESEND

Viele, viele tolle Spieler sind da. Aber einige auch nicht, warum auch immer. Jussi Meresmaa aus Finnland zum Beispiel. Der Schwede Daniel Strandberg und ein Dutzend Landsleute von internationaler Klasse. Oder der Europameister von 2008 bei den Masters, Dan Johansson. Der Schweizer Stephan Müller. Michael Stelzer, der Starts in Stockholm und Skelleftea der EM vorzog. Oder Christian Schülling, bei der EM in Söhnstetten und Heidenheim 2008 als Zwölfter zweitbester Deutscher in der Open-Klasse. Gibt’s ihn noch?

ANFAHRTSWEG

Siehe EM-Website: www.ec10.fr

BÉNÉVOLES

80 Bénévoles (Freiwillige, Helfer) in 19 Teams sind in sechs verschiedene Arbeitsbereiche aufgeteilt (Parcours, Logistik, Kommunikation…) und haben die Aufgabe, für einen reibungslosen Ablauf der EM sorgen.

CHAMPIONNAT D’EUROPE

Wo fanden die letzten Europameisterschaften statt?

1999: Gstaad, Schweiz
2001: Stockholm, Schweden
2003: Beaminster, Grafschaft Dorset, Großbritannien
2005: Tampere, Finnland
2007: Namur, Belgien
2008: Söhnstetten und Heidenheim/Brenz, Deutschland

COURSES

Course Olhain
Der Kurs mit 18 Bahnen befindet sich im „Parc de Loisirs d’Olhain“ in 62150 Houdain. Der Parcours ist 2 725 Meter lang (Par 62). Zwei Par fünf-Bahnen: Bahn 7 ist 330, Bahn 14 ist 292 Meter lang. Kürzeste Bahn, Bahn 10: 80 Meter. Durchschnittliche Bahnlänge: 151,4 Meter. In Houdain befindet sich auch das EM-„Headquarter“. Auf der EM-Website und im „Players‘ Handbook“ (www.ec10.fr) kann der Parcours Bahn für Bahn eingesehen werden. Der Kurs ist ab Montag, 23. August, offen für das Freie Training.

Course Wingles
Der Kurs befindet sich im „Parc de Wingles“ in 62410 Wingles. Der Parcours ist 2 191 Meter lang (Par 60). Eine Par fünf-Bahn: Bahn 10 ist 230 Meter lang. Kürzeste Bahn, Bahn 14: 70 Meter. Durchschnittliche Bahnlänge: 121,7 Meter. Auf der EM-Website www.ec10.fr und im Players‘ Handbook (pdf-Datei, download von der Seite „competitors“) kann der Parcours Bahn für Bahn eingesehen werden. Der Kurs ist ab Montag, 23. August, offen für das Freie Training.

DEUTSCHES TEAM

Das Deutsche EM-Team umfasst 25 Spieler (Stand 21. August), nachdem Kurt König und Victor Braun eine Wildcard erhalten haben. Gegenüber dem im April von Teamkapitän Viro Schneider veröffentlichten Aufgebot gab es noch drei Änderungen. Christian Plaue und Maximilian Bloch rücken für Taddäus Winkelbeiner und Micki Fröhlich nach. Volker Meyer musste seine Teilnahme verletzungsbedingt absagen. Ob jemand und wer seinen Startplatz erhält, war zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht klar.

Bäss, Jan Berlin Open
Bloch, Maximilian Bremen Open
Braun, George Berlin Grandmaster
Braun, Victor Berlin Open
Brügmann, Frank Braunschweig Open
Buchholz, Frank Hamburg Master
Cohrs, Michael Braunschweig Open
Delisle sen., Robert Berlin Master
Eberts, Jörg Rostock Open
Hellstern, Christine Oberkirch Damen
Hellstern, Frank Oberkirch Open
Kattwinkel, Klaus Engelskirchen Master
Knapper, Tim Berlin Open
Kobella, Michael Augsburg Master
König, Kurt Einbeck Open
Lang, Moritz Söhnstetten Open
Lizotte, Simon Bremen Open
Marter, Greg Berlin Open
Plaue, Christian Grebenstein Open
Rippel, Sven Lünen Junioren
Schmidt, Sebastian Bremen Open
Schneider, Viro Berlin Senior Grandmaster
Schwarz, Alessa Berlin Damen
Stampfer, Dominik Heidenheim Junioren
Wiegand, Felix Grebenstein Open

ERÖFFNUNGSFEIER

Die EM wird offiziell am Mittwoch, dem 25. August, eröffnet. Die Eröffnungsfeier ist von 18.30 bis 21 Uhr angesetzt. Zuvor findet der Doubles-Wettbewerb (von 14 bis 17.30 Uhr) statt. Am Montag und Dienstag sind beide Kurse ganztägig offen für das freie Training.

FAVORITEN

Open:
Top-Favoriten:
Jesper Lundmark Schweden 1035
Markus Källström Schweden 1035

Finalchancen:
Sylvain Gouge Frankreich 1019
Simon Lizotte Deutschland 1017
Karl Johan Hoj Nybo Dänemark 1017
Anders Swärd Schweden 1015
Oscar Stenfelt Schweden 1013
Emil Dahlgren Schweden 1013
Ville Piippo Finnland 1011
Jesse Heinonen Finnland 1009
Arttu Sikanen Finnland 1006
Juho Rantalaiho Finnland 1003

Masters:
Top-Favoriten :
Robert Buzasy Schweden 1001
Marco Lehousse Belgien 998
Kari Vesala Finnland 991

Finalchancen:
Michael Kobella Deutschland

Top Ten-Platz:
Klaus Kattwinkel Deutschland 981
Derek Robins Großbritannien 983
Andreas Gertsch Schweiz 978
Robert Delisle senior Deutschland 974
Otfried Derschmidt Österreich 974
Martin Frederiksen Dänemark 972
Jean-Louis Tanghe Belgien 964
Per Gylle Schweden 964
Tomi Nieminen Finnland 963
Frank Buchholz Deutschland 963

Damen:
Top-Favoritin:
Birgitta Lagerholm Schweden 948

Finalchancen:
Niloofar Mosavar Rahmani Schweden 930
Angelica Frantz Schweden 925
Anne Matilainen Finnland 920
Camilla Jernberg Schweden 904
Sophie Southgate Großbritannien 901

Top Ten-Platz:
Irmgard Derschmidt Österreich
Christine Hellstern Deutschland 870
Erika Lagasse Frankreich 865
Karin Rubin Schweiz 859
Sigrid Ballo Sandum Norwegen

Grandmaster:
Top-Favorit: Paul Francz Schweiz 966
Finalchancen: Ilkka Tamminen Finnland 955
George Braun Deutschland 947
Marko Timonen Finnland 937
Charlie Mead Großbritannien 933

Senior Grandmaster:
Top-Favorit:
Bob Mohl Frankreich 909

2./3. Platz:
Franco Puliafito Schweiz 895
Viro Schneider Deutschland 890

Junioren:
Top-Favoriten:
Leo Piironen Finnland 982
Seppo Paju Finnland 979
Félix Ban Frankreich 978
Finalchancen:
Sven Rippel Deutschland 976
Ruben Smedberg Schweden 975
Dominik Stampfer Deutschland 974
Teemu Niemi Finnland 969
Maxime Tanghe Belgien 957
Daniel Myrrusten Norwegen 953

FLORENCE DUMONT

Turnierdirektorin. Als „Herrin der Wildcards“ Objekt raffinierter Charme- Offensiven von Seiten des „starken“ Geschlechts. Strahlender Mittelpunkt des Turniers.

GRUNDWORTSCHATZ FRANZÖSISCH

Lancer un disque Eine Scheibe werfen
Faire un birdie Ein Birdie spielen
Faire le par Par spielen
Faire un eagle Einen Eagle spielen
Faire un bogey Ein Bogey spielen
Revers Rückhand
Coup droit Seitarm-Wurf
Roller Roller
Up-Side Überkopf-Wurf
Le parcours est composé de 18 trous Der Parcours hat 18 Bahnen
la cible Das Ziel, die Zielscheibe
la corbeille métallique Der Metall-Korb
Les arbres sont des obstacles naturels Bäume sind natürliche Hindernisse
J’ai heurté un arbre Ich habe einen Baum getroffen
Le trou est terminé Die Bahn ist zu Ende gespielt
Le score m’est égal Das Ergebnis ist mir sch…egal
J’ai réuissi un long putt Ich habe einen langen Putt versenkt
Merde! Je n’ai pas réussi un long putt Sch…! Daneben.
Mince! (Ersatzwort für merde!) Verflixt!
Mince alors! Zut alors! Verflixt nochmal (stärker)
Quelle connerie! So ein Mist!
Excellent!Ausgezeichnet! Hervorragend!
C’est super! C’est génial! Das ist (echt) spitze!
Tout est bien Ende gut, alles gut
Il est au bout du rouleau Er ist mit seinen Nerven am Ende
Tu m’énerves! Du nervst!
le point de pénalité Der Strafwurf

HOUDAIN

Houdain ist eine französische Gemeinde im Département Pas-de-Calais. Sie ist Hauptort des Kantons Houdain. Die Stadt hat knapp 8000 Einwohner und liegt am Fluss Lawe.

IMAGES

Die FNSMR (Fédération Nationale du Sport en Milieu Rural) wird in einer Datenbank ausschließlich Bilder zur Verfügung stellen, zu deren Veröffentlichung die Personen, die darauf abgebildet sind, ihre ausdrückliche Zustimmung erteilt haben. Die Bilder werden nicht zu kommerziellen Zwecken verwendet.

JABLINES-ANNET

In Jablines-Annet wurde 2002 der erste fest installierte Kurs in Frankreich mit 18 Bahnen eröffnet. Bereits 2000 war Jablines neben Pontarlier, Strasbourg und Fontenay-le-Comte einer von vier Standorten der ersten nationalen Turnierserie in Frankreich.

KATEGORIEN

Die Europameisterschaft wird in sechs Divisionen ausgetragen: Junioren (jünger als 18), Damen, Open (18 bis 39 Jahre), Master (40 bis 49), Grandmaster (50 bis 59), Senior Grandmaster (60 bis 69).

LÄNDER

17 Länder nehmen an der Europameisterschaft 2010 teil.

MARIO TOMASI

Er gründete 1996 die Vereinigung „les professionnels du Disc Golf“, die später in „France Disc-Golf Association (FDGA)“ umbenannt wurde.

NAVETTES

So nennen die Franzosen Shuttlebusse, die die Spieler zu den beiden Kursen in Wingles und Houdain bringen.

OLHAIN

Der Parc de Loisirs d’Olhain in Houdain beherbergt einen der beiden EM-Kurse. Hier ist auch das EM-Hauptquartier aufgeschlagen.

PLAYER’S LIST & PLAYERS‘ HANDBOOK

Siehe EM-Website: www.ec10.fr. Hier kann die Startliste, geordnet nach Divisionen oder nach Ländern, abgerufen werden. Umfangreiche Informationen enthält auch der „Tournament Guide“ bzw. das Players‘ Handbook, das als pdf-Datei heruntergeladen werden kann (Schaltfläche „competitors“ anklicken).

QU’EST CE QUE LE DISC-GOLF?

Was ist Disc Golf? Gute Frage!

ROLLE DER TEAMKAPITÄNE

Siehe www.ec10.fr und das Interview mit Viro Schneider auf
www.discgolf.de.

SPIELER

Insgesamt: 216
Open: 120
Damen: 20
Master: 40
Grandmaster: 12
Senior Grandmaster: 4
Junioren: 20.

TITELVERTEIDIGER

Open: Ville Piippo (Finnland)
Damen: Birgitta Lagerholm (Schweden)
Master: Dan Johansson (Schweden)
Grandmaster: Paul Francz (Schweiz)
Senior Grandmaster: Bob Mohl (Frankreich)
Junioren: Oscar Stenfelt (Schweden)

UP-SIDE

Lancer le disque au dessus de la tete (aus dem Veranstaltungs-Flyer)

VIDEO

Ein Video-Team hat die Aufgabe, einen etwa 90minütigen Beitrag über die EM zusammen zu stellen, der auf DVD erhältlich sein wird. Außerdem soll eine Datenbank mit Filmausschnitten und Bildern erstellt werden.

WINGLES

Wingles ist der Hauptort des gleichnamigen Kantons. Ein Kanton ist eine Verwaltungseinheit im Arrondissement Lens, im Département Pas-de-Calais. Wingles hat knapp 9 000 Einwohner.

X-tra EM-SERVICE

Zufällig stieß ich vergangene Woche auf der Website der Schweizer Disc Golfer, www.discgolf.ch, auf ihr EM-Tagebuch. Die Leser erfuhren darin, wo das EM-Turnier stattfindet und in welchem Hotel die Schweizer wohnen (inklusive Anschrift, Telefon- und Faxnummer sowie Internet- Adresse). Die „Zuhausegebliebenen“ wurden auch darüber informiert, dass sich Tinu Schär und Benjamin Schneider die letzten Wildcards geschnappt hätten und nun in der Open-Klasse antreten würden. Die Fans in der Schweiz konnten dem EM-Tagebuch weiter entnehmen, welche Schweizer welches Teilnehmerfeld „aufmischen“ würden und dass sich ein Großteil des Teams bereits am Freitag auf den Weg in Richtung Nordfrankreich machen werde, um sich ein paar Tage vorher noch beim EuroTour-Turnier in Maillen warm zu spielen. Drei Personen, die das Schweizer Aufgebot begleiteten, hätten im Gepäck „genügend Megabites, um all die schönen Bilder und Videos speichern zu können.“ Zu guter Letzt bedankten sich die EM-Teilnehmer noch bei drei Sponsoren, deren Produkte sie vor Sonnenbrand, Mücken und Muskelkater bewahren würden, und bei ihren Anhängern für das Daumendrücken. Wie man sich vor dem wichtigsten Disc Golf-Turnier Europas, das nur alle zwei Jahre stattfindet, verabschiedet, wie man eine Brücke baut zwischen den Aktiven und der „community“ im Heimatland, wie man die Fans zu Hause über die aktuellsten Entwicklungen und Geschichten informiert, wie man Gemeinschaft und „team spirit“ herstellt, das wissen diese Schweizer offenbar. Oder sie tun zumindest so. Der Typ, der dafür verantwortlich ist, heißt übrigens Administrator. Noch nie gehört… Teil 2 des EM-Tagebuchs (die Abreise) wurde am Freitag ins Netz gestellt. Vorbildlich. Sehr empfehlenswert.

„CA Y EST!“

„Es ist so weit!“ Das Warten hat ein Ende.

ZEITPLAN

Siehe www.ec10.fr

Montag, 23. August: Freies Training auf beiden Parcours
Dienstag, 24. August: Freies Training auf beiden Parcours
Mittwoch, 25. August, 18.30-21.00: Eröffnungsfeier
Donnerstag, 26. August, 7.00-20.00 Donnerstag bis Samstag: Runden 1
Freitag, 27. August, 7.00-20.00 bis 4:: Gespielt wird in
Samstag, 28. August, 7.00-20.00: verschiedenen Pools
Sonntag, 29. August, 7.00-11.00: Halbfinale alle Kategorien
Sonntag, 29. August, 13.00-14.15: Start Finale Top 4 alle Kategorien
Sonntag, 29. August, 16.00-17.00: Siegerehrung und Schlussfeier

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