2. Allgäu Open: Gipfeltreffen der Süd-Champions

7.5.2010 – Von Ewald Tkocz. Ein bayerischer Falke kennt keine natürlichen Feinde. Dennoch muss Günter Tanner von den „Bavarian Airhawks“ aus Weilheim bei den 2. Allgäu Open im Disc Golf am 15. Mai in Ofterschwang fürchten, dass ihm einige junge Raubvögel aus Ost- Württemberg und dem bayerischen Schwaben die Beute streitig machen. Die Beute, das ist der von den Allgäuer Bergbahnen gestiftete Wanderpokal, in dessen Messingschild Tanner vor sieben Monaten bei den 1. Allgäu Open als erster Sieger seinen Namen eingravieren durfte. Mit 48 gemeldeten Spielern ist das Turnier ausgebucht.

Die drei Raubvögel aus Ostwürttemberg sind: Vize-Europameister Michael Stelzer, Dominik Stampfer, Deutscher Junioren-Meister 2009 und 2010 sowie German Tour- Sieger bei den Junioren 2009, und Moritz Lang, der bei der Deutschen Meisterschaft Anfang Mai in Dassel das Finale der besten fünf Open-Spieler erreichte und Fünfter wurde. Alle drei entpuppten sich im Vorjahr als Tanners Hauptkonkurrenten auf dem auf 1 200 Meter unterhalb des „Allgäuer Berghofs“ gelegenen 12-Bahnen-Kurs. Doch so leicht wie im Oktober vergangenen Jahres, als der Weilheimer seine jungen Konkurrenten bereits in der ersten Runde mit einem fabelhaften Rundenrekord (29 Würfe) entscheidend distanzierte, wird er es in diesem Jahr nicht haben. Denn vor allem Stampfer gehört mittlerweile zu den besten Disc Golfern in Deutschland. Und Stelzer kennt nun den anspruchsvollen Kurs im Allgäu.

Doch der Kreis der Sieganwärter muss noch um einige Namen erweitert werden. Aus Augsburg reisen Taddäus Winkelbeiner und Markus Plattek an. Winkelbeiner – EM-Teilnehmer wie auch Stampfer, Lang und der zusammen mit Martin Fohlert bei den Masters favorisierte Volker Meyer (beide Ulm) – hat in diesem Jahr bereits die Waldschwimmbad Open in Rüsselsheim gewonnen. Und Markus Plattek triumphierte in Söhnstetten beim 6. Advanced Approach & Putt-Turnier als Sieger in der Open-Klasse.

Und auch aus dem eigenen „Airhawks-Horst“ droht Tanner Gefahr. Nach neunmonatiger Turnierpause ist auch Stephan Kessler wieder mit von der Partie, der im Vorjahr als Sechster bester Spieler aus Süddeutschland in der GermanTour- Gesamtwertung war, noch vor Winkelbeiner und Lang. Kessler hielt mit 34 Würfen lange den Kursrekord in Ofterschwang, ehe Tanner ihn auf 29 drückte. Besonders freuen dürfte Turnierdirektor Paul Davies auch, dass das „ultimat(e)ive Hessen-Trio“ Nils, Timo und Thorsten aus dem 350 Kilometer entfernten Bad Rappenau wieder keine Mühen scheut, um Disc Golf mit Blick auf die Allgäuer und Illertaler Alpen zu genießen.

Allgäu Open: Ein weiterer EM-Formcheck

In Ofterschwang geht es allerdings nicht nur um den Turniersieg. Zwei Wochen nach der Deutschen Meisterschaft beginnt 100 Tage vor der Europameisterschaft in Frankreich für die deutschen Disc Golfer die „heiße Phase“ der EM-Vorbereitung. Die 2. Allgäu Open dienen den vier EM-Teilnehmern auch als Prüfstein, ob der Formaufbau stimmt und an welchen Wurftechniken noch gefeilt werden muss.

Im Herbst ein Turnier der EuroTour

Am 9. und 10. Oktober wird Ofterschwang Gastgeber eines noch hochklassigeren Turniers sein, des so genannten 1. Big Hill King (B-Turnier der GermanTour). Dieses Turnier wird über zwei Tage ausgetragen. Der Parcours wird dann vorübergehend auf 18 Bahnen erweitert. Und da es auch den Status eines Turniers der EuroTour (C-tier) erhielt, erwartet Kursbetreiber Paul Davies im Herbst auch Spitzenspieler aus dem benachbarten Ausland.

Informationen im Internet auf frizbee.at

Bildquelle: frizbee.at

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